Schlagwort: Bill Murray

Kritik: Isle of Dogs (USA 2018)
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Kritik: Isle of Dogs (USA 2018)

We're a pack of scary indestructible alpha dogs. Vielleicht liegt bereits im Titel von Wes Andersons neuem Film schon der erste augenzwinkernde Scherz verborgen. Ausgesprochen klingt Isle of Dogs - Ataris Reise sicherlich nicht zufällig genauso wie I love dogs, was die massive Abwesenheit von Katzen erklären könnte. Die werden in Andersons zweitem Stop-Motion-Animationsfilm nach seinem beglückenden Meisterwerk Der fantastische Mr. Fox von 2009 zu großen Teilen mit sträflichem Desinteresse behandelt, während die Vierbeiner, die gerne als der beste Freund des Menschen bezeichnet werden, im Fokus der Geschichte stehen. Für Isle of Dogs - Ataris Reise entwirft der amerikanische Regisseur, der sich über den Verlauf seiner Karriere eine unverwechselbare, eigenständige Handschrift erarbeit...
Berlinale 2018 – Tag 1: Hunde auf der Mülldeponie
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Berlinale 2018 – Tag 1: Hunde auf der Mülldeponie

Roter Teppich, Menschenmengen und überfüllte Kinos: Seit gestern ist die 68. Berlinale in vollem Gange und ich werde mich auch in diesem Jahr für unsere Seite wieder in das wilde Treiben stürzen. Da ich im letzten Jahr im Großen und Ganzen doch sehr enttäuscht war von den Wettbewerbsbeiträgen (ja, ich meine dich, Körper und Seele), möchte ich diesmal meinen Fokus verstärkt auf andere Sektionen ausweiten. Schließlich gab es im letzten Jahr insbesondere in der Panorama-Sektion einige Filmperlen, die größtenteils nie ihren Weg auf den deutschen Markt gefunden haben, geschweige denn eine Kinoauswertung erfahren hätten. Auf eine deutsche Veröffentlichung der kafkaesken Tragikomödie Requiem for Mrs. J. oder eine Auswertung des bildgewaltigen chinesischen Coming-of-Age-Dramas Ciao Ciao warte ic...
Kinotrailer der Woche – Wes Andersons Isle of Dogs & Kenneth Branaghs Mord im Orient Express
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Kinotrailer der Woche – Wes Andersons Isle of Dogs & Kenneth Branaghs Mord im Orient Express

Der Stop-Motion-Animationsfilm Der fantastische Mr. Fox zählt mit zu dem Besten, was die Filmografie von Wes Anderson vorzuweisen hat und das soll bei einem Regisseur, der für großartige Filme wie Die Royal Tenenbaums, Darjeeling Limited oder Moonrise Kingdom verantwortlich zeichnet schon etwas heißen. Dementsprechend wohlgestimmt erwarten wir dessen zweiten Animationsfilm Isle of Dogs, für welchen diese Woche ein erster Trailer veröffentlicht wurde - Fans des Regisseurs sollten sich also den 3. Mai 2018 dick im Kalender eintragen, dann nämlich startet Isle of Dogs in den deutschen Kinos. Außerdem interessant: Der zweite Trailer zum hochkarätig besetzten Ensemble-Krimi Mord im Orient Express von Kenneth Branagh und der erste Trailer zur neusten Tomb Raider Verfilmung mit der Oscar-Gewinn...
Kritik: Ghostbusters (USA 2016)
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Kritik: Ghostbusters (USA 2016)

It smells like burnt baloney and regrets down here. Die Geisterjäger Peter Venkman, Ray Stantz, Egon Spengler und Winston Zeddemore begleiten mich seit meiner Kindheit. „Ghostbusters“ von 1984 war der erste „Grusel“-Film, den ich überhaupt sehen durfte und zählt auch heute noch zu meinen absoluten Lieblingsfilmen. Ebenso hatte die Zeichentrickserie, die nach dem internationalen Erfolg von „Ghostbusters“ vom amerikanischen Kult-Trickfilmstudio Filmation (Filmnation produzierte unter anderem auch „He-Man“ und „Bravestarr“) produziert wurde, jeden Samstagmorgen in meinem Fernseher ein gesichertes Gastspiel. Dementsprechend möchte ich hier auch weniger eine reine Kritik, als mehr einen persönlichen Kommentar zur Neuauflage des Films und zum Rattenschwanz der Probleme schreiben, den die ...
Kritik: The Jungle Book (USA 2016)
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Kritik: The Jungle Book (USA 2016)

You change your hunting ground for a few years, and everyone forgets how the Law works. Well, let me remind you. A man-cub becomes a man, and man is forbidden! Wenn Bär Balu Probiers mal mit Gemütlichkeit in Disneys Zeichentrick-Klassiker von 1967 anstimmt, gibt es kein Halten mehr. Kaum ein Song ist so im kollektiven Gedächtnis für Entspannung und Wohlfühlen eingebrannt, nicht umsonst ist Das Dschungelbuch nach wie vor der erfolgreichste Film (nach Besucherzahlen) der je in Deutschland im Kino lief. Satte 49 Jahre später hat es sich nun Regisseur und Schauspieler Jon Favreau (Iron Man) zur Aufgabe gemacht eine Neuauflage des weltweit bekannten Filmes, ebenfalls unter der Schirmherrschaft von Disney, in die Kinos zu bringen. Mit fantastischen Animationen, abgesehen vom jungen Mogi (...
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"Grand Budapest Hotel" (USA/DE 2014) Kritik – Wes Anderson und der verlorene Kontinent

Autor: Jan Görner „Somthing's missing. I don't know what it contains, I don't know what it represents. I don't know what it is but there are traces and shatters of it everywhere.“ Was ist nicht schon alles über Wes Anderson gesagt worden. Die einen halten den Regisseur für einen der patentesten Kinopoeten unserer Tage, einen vernarrten Cinephilen. Die anderen vermuten in ihm einen prätentiösen Blender, allzu oft will man den gebürtigen Texaner beim beherzten Griff in die filmische Mottenkiste erwischt haben. Eines jedoch hört man so gut wie nie über Anderson, nämlich dass er ein Vordenker sei. Viel zu tief wurzelt seine Attitüde, sein dandyhaftes Äußeres in einer Liebe für das Abseitige, Randständige und Anachronistische. Ähnlich geht es auch der Hauptfigur Monsieur Gustave H. (Ralph Fie...
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"Charlies Welt – Wirklich nichts ist wirklich" (USA 2012) Kritik – Charlie Sheen und die Schmerzen einer verflossenen Liebe

Autor: Pascal Reis "I don't need some guy in wingtips to tell me I'm suffering!" Der Fall Charlie Sheen wird für die Filmwelt wohl nie ad acta gelegt, dafür ist er einfach zu herausfordernd und populär. Eigentlich hätte man damit rechnen müssen, dass Sheen nach seinem lauten Rauswurf aus der Hit-Sitcom „Two and a Half Men“ keine Angebote mehr an Land ziehen könnte, denn seine privaten Eskapaden konnten nun wirklich nie geheim gehalten werden und die exzessiven Partykatastrophen, angetrieben von Drogen, Alkohol und Prostituierten, die sich seit seinen legendären Ausflügen in die Playboy Villa zutragen, in der Sheen den Pool als leibeigene Spielwiese gebrauchte, wanderten seit jeher breitgrinsend und mit weit geöffneter Hose durch die Medien. Ja, Charlie Sheen ist ein Chaot, der viel zu ...
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"Lost in Translation" (USA 2003) Kritik – Bill Murray und Scarlett Johansson sind Seelenverwandte

"Je mehr man über sich selbst und über das, was man will, weiß, desto weniger lässt man an sich ran." Inzwischen sollte allen anspruchsvollen Kinogängern vollkommen bewusst sein, dass es nie wirklich die angepriesenen High-Budget-Produktionen sind, die wirklich für alle Ewigkeit im Gedächtnis bleiben, denn dafür liefern diese Filme einfach zu wenig Bleibendes und von positiven Nährstoffen kann auch nur selten die Rede sein. "The Avengers" und "Planet der Affen: Prevolution" sind zum Beispiel zwei dieser Ausnahmen, die Blockbuster-Kino packend und ansprechend umgesetzt haben und sich vom dem platten Standard problemlos abgehen können. Doch wenn wir noch ehrlicher sind, dann beeindrucken uns die kleinen, unscheinbaren Werke immer deutlich mehr, weil sie es in beeindruckender Art und Weise...
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"Darjeeling Limited" (USA 2007) Kritik – Mit Wes Anderson durch Indien

"Er hat diese Krankheit, bei der einem der Kopf geschoren wird. Nur dass er ihn nicht scheren muss, weil ihm überhaupt keine Haare mehr wachsen. Erwähne das nicht in seiner Gegenwart, es verletzt ihn womöglich." Wes Anderson, den man unter keinen Umständlichen mit dem Kollegen Paul Thomas Anderson verwechseln sollte, ist ein ganz besonderer Regisseur in der großen Filmwelt. Mit seiner Eigenart hat er sich eine treue Fanbasis aufgebaut, die seinen skurrilen und absurden Filmen mit Herz und Freude bedingungslos folgen und ein Fest nach dem anderen serviert bekommen. 1998 machte Anderson mit 'Rushmore' auf sich aufmerksam um seinen Ruf 2001 mit 'The Royal Tenenbaums' und 2004 mit 'Die Tiefseetaucher' noch richtig zu festigen. Denn wenn auf einem Film Wes Anderson draufsteht, dann ist in je...
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"Moonrise Kingdom" (USA 2012) Kritik – Exzentriker unter sich

"I'll be outback. I'm gonna find a tree to chop down." Über die letzten Jahre hat sich Wes Anderson vom Independent-Geheimtipp zum etablierten Hollywood-Regisseur gemausert, wozu besonders der finanzielle Überraschungserfolg von „The Royal Tenenbaums“ einen großen Teil beigetragen hat. Natürlich stiegen mit diesem Box-Office-Hit auch die Erwartungen an den Regisseur, eine Aufgabe, die Anderson jedenfalls unter finanziellen Gesichtspunkten nicht erfüllen konnte. Besonders schlimm erwischte es hierbei die starbesetzte Komödie „Darjeeling Limited“, die in den USA gerade einmal 11 Millionen Dollar einspielte. Doch der Erfolg an den Kinokassen sagt ja bekanntermaßen rein gar nichts über die Qualität der Filme aus, denn gerade Andersons letzte Werke, die Indien-Odyssee „Darjeeling Limited“ un...