Schlagwort: Ewan McGregor

Die besten Filme des Kinojahres 2017: Sebastian stellt seine Lieblinge vor
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Die besten Filme des Kinojahres 2017: Sebastian stellt seine Lieblinge vor

Geschafft. Damit ist nicht das Jahr 2017 gemeint, sondern dieser verdammte Jahresrückblick. Der zweite von drei, die ich kurz vor Silvester anfertigen soll/muss/will. Diese Rückblicke sind immer so eine müßige Angelegenheit. Nehm' ich nur die Filme, die in diesem Jahr erschienen sind? Platziere ich vielleicht auch ein paar Werke, die erst im in den kommenden Wochen offiziell erscheinen? Was ist mit Festivalbeiträgen? Kurzfilmen? Serien? Und dann immer dieses quälende Taxieren. Gehört Film A auf Position 10 oder reicht doch eine lobende Erwähnung? Stundenlanges pfriemeln, verschieben, verwerfen, bis am Ende sich eine gewisse Fuck-Off-Mentalität durchsetzt. Alles rasch zusammen flanschen, hier noch ein Bild, dort eine Überschrift – Fertig! Jahresrückblicke sind die Pest, was schade ist, d...
Kritik: Die Schöne und das Biest (USA 2017)
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Kritik: Die Schöne und das Biest (USA 2017)

Eine Geschichte so alt wie die Zeit und die einfach nicht tot zu kriegen ist. Die Anzahl der Adaptionen der klassischen Märchengeschichte vom Biest und der Schönen hat in den letzten Jahren spürbar zugenommen. Wirklich im (filmischen) Gedächtnis geblieben, sind allerdings nur Disneys Zeichentrickversion von 1991 und Jean Cocteaus La Belle et la Bête aus dem Jahr 1946, der wiederum alle nachkommenden Verfilmungen, inklusive des Disneyfilms, stark beeinflusste. So gesehen befinden wir uns bereits in einem engen Netz von sich aufeinander beziehenden Texten, das so deutlich mit dem Kino verwoben ist wie bei keiner anderen Märchengeschichte. Nüchtern betrachtet sollte eine weitere Verfilmung des Stoffes keine großen Erschütterungen erzeugen. Bill Condons "Real"-Verfilmung ist aber keine weite...
Kritik: T2 Trainspotting (GB, 2017)
Filme, Heimkino, Kritiken

Kritik: T2 Trainspotting (GB, 2017)

Choose life. Choose Facebook, Twitter, Instagram and hope that someone, somewhere cares. 20 Jahre sind vergangen, seitdem Renton (Ewan McGregor) seine besten Freunde nach einem Drogendeal sitzen gelassen und sich mit dem erbeuteten Geld nach Amsterdam abgesetzt hat. Sag Ja zum Leben, hieß es im Schlussakkord von Danny Boyles Kultfilm. Aber was passiert, wenn das Leben nicht Ja zu einem zurücksagt? Dieser Frage geht nun T2 Trainspotting nach, denn obwohl es die vier immer wieder probiert haben, stehen sie 20 Jahre später eigentlich genau dort, wo sie angefangen haben. Vielleicht nicht mehr an der Nadel, dafür jedoch auf Kokain. Irgendwann zu Geld gekommen, aber doch wieder alles verbraten. Nicht immer allein gewesen, aber letztlich doch nur eine Exfrau mit Kind, das man nie sehen darf. D...
Video: Filmfest Hamburg 2016 – Amerikanisches Idyll, Godless, Certain Women & Rester Vertical
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Video: Filmfest Hamburg 2016 – Amerikanisches Idyll, Godless, Certain Women & Rester Vertical

Am dritten Tag des Festivals habe ich mich wieder mit Sophie Charlotte Rieger (Die Filmlöwin) zusammen gefunden, um das Gesehene gemeinsam zu verarbeiten. Dabei wurden wir wortstark von Lucas Barwenczik (Longtake-Filmpodcast) unterstützt und freunden uns nebenbei mit einer Gruppe Segway-Fahrer*innen an. Wir sprechen u.a. über Ewan McGregors Regiedebüt, Frauen in Montana, Sex ohne Instagram-Filter und maximal tristes Arthouse-Kino direkt aus der Hölle. Have Fun!
T2: Erster Teaser zur Trainspotting-Fortsetzung von Danny Boyle
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T2: Erster Teaser zur Trainspotting-Fortsetzung von Danny Boyle

  Viel gibt es nicht zu sehen im ersten Teaser zu Danny Boyles Trainspotting-Sequel "T2" und doch wird das ganze Filmprojekt eben durch jene wenigen bewegten Bilder endgültig real. Schon seltsam, die Clique um Junkie Renton (Ewan McGregor) so einträchtig vereint zu sehen, schließlich endete "Trainspotting" nicht gerade harmonisch. Diesmal verschlägt es Renton, Begbie (Robert Carlyle), Spud (Ewen Bremner) und Sick Boy (Jonny Lee Miller) in die Abgründe des Porno-Milieus. "T2" startet am 16. Februar 2017 in den deutschen Kinos. [youtube https://www.youtube.com/watch?v=rKvACyyUXKE]
Kritiken

"Im August in Osage County" (USA 2013) Kritik – Wenn Familie nur noch Scherben bedeutet

Autor: Pascal Reis "Eat the fish, bitch!" Wenn man zu lesen bekommt, dass ein Film auf einem Theaterstück von Tracy Letts basiert, dann darf man sich relativ sicher sein, dass darin nicht gerade zimperlich zu Werke geschritten, besitzt die US-Amerikanerin doch eine (sozial-)kritische Durchschlagskraft, die an die pointierten Sittengemälde der Yasmina Reza („Der Gott des Gemetzels) erinnern. Die 2011 veröffentliche White-Trash-Abrechnung „Killer Joe“ von Altmeister William Friedkin („Der Exorzist“) stellte dies mit einem unnachahmlichen Zynismus unter Beweis, in dem Matthew McConaughey („Mud – Kein Ausweg“) dem Trailerpark-Gesocks (darunter Emile Hirsch, Thomas Haden Church und Gina Gershon) den eigenen Fraß bis tief in den Rachen schob – Ein Meisterwerk der jüngeren Filmgeschichte, das...
Kritiken

"Jack and the Giants" (USA 2013) Kritik – Mit Nicholas Hoult auf Riesenjagd

Autor: Stefan Geisler "Fee Fi Fo Fum. Ask not whence the thunder comes. For between Heaven and Earth is a perilous place. Home to a fearsome giant race." Stolze 200 Millionen US-Dollar hat Bryan Singers neustes Werk „Jack and the Giants“ gekostet, eine ansehnliche Summe, vor allem wenn in Betracht zieht, dass das Projekt von Anfang an unter keinem guten Stern stand. So musste nicht nur Regisseur D. J. Caruso („Disturbia“) den Stuhl für Bryan Singer räumen, der dann auch gleich das Drehbuch einer gründlichen Generalüberholung unterziehen ließ, sondern auch der geplante Starttermin (15. Juni 2012) wurde um ganze neun Monate nach hinten verschoben. Ein drastischer Schritt, der in Fachkreisen als schlechtes Omen gilt und natürlich in erster Linie dazu dienen sollte, nicht in Konkurrenz mit a...
Kritiken

"The Impossible" (ES 2012) Kritik – Die unbändige Kraft der Natur

Autor: Stefan Geisler "Close your eyes, think of something nice." Am 26. Dezember 2004 kam es im Indischen Ozean zu einem gewaltigen Seebeben. Die dadurch ausgelösten Flutwellen trafen mit verheerender Wucht auf die Küstenregionen Südostasiens und forderten insgesamt über 230.000 Todesopfer. Die Aufnahmen, die von einigen Hobbyfilmern gemacht wurden, geben einen ungefähren Eindruck von der beängstigenden, aber gleichzeitig auch faszinierenden Kraft dieser Naturgewalt. Erbarmungslos reißt sie alles nieder, was sich ihr in den Weg stellt und trotz dieser erschreckenden Aufnahmen lässt es sich als Außenstehender nur schwer nachvollziehen, was die Menschen in den betroffenen Regionen durchgemacht haben müssen. Dieser intensiven Erfahrung möchte uns jetzt der spanische Regisseur Juan Antonio ...
Kritiken

"Stay" (USA 2005) Kritik – Mitternacht im Seelenleben von New York

"Ein eleganter Suizid ist das ultimative Kunstwerk." Deutsche Regisseure sind in Amerika, oder auch Hollywood, recht spärlich gesät. Die ersten Namen, die heutzutage einfallen, wären wohl Roland Emmerich, der sich inzwischen zum Katastrophen-Guru gemausert hat und Amerika immer wieder auseinandernimmt, obwohl der Schwabe in seinen Filmen immer gerne amerikanischer wäre, als die Amerikaner selber. Dann gibt es Wolfgang Petersen, um den es inzwischen still geworden ist und der einst das Kriegs-Meisterwerk 'Das Boot' inszenierte. In Amerika fand er diese Qualität aber auch nicht wieder und gerade das Remake 'Poseidon' war ein schwerer Reinfall. Werner Herzog ist da ein ganz anderer Fall, denn der Meisterregisseur, der zu den wichtigsten Gesichtern der Nachkriegszeit zählt, konnte mit 'Resc...
Kritiken

"Beginners" (USA 2010) Kritik – Was bedeutet die Liebe?

"Lass es uns nicht an die große Glocke hängen." Mancher beruflicher Werdegang eines Regisseurs, lässt sich gut und gerne als erstaunlich oder unvorhersehbar bezeichnen, denn inzwischen sollte klar sein, dass nicht alle heutigen Großregisseure von den Filmhochschulen kommen, sondern auch auf anderen Wegen in das große Geschäft einsteigen können. Ob es über den musikalischen Bereich ist, in denen die heutigen Filmemacher in ihren jungen Jahren als Cutter oder auch schon dort als Regisseure für Musikvideos arbeiteten, oder aus einem ganz anderen künstlerischen Beruf. Dass dabei aber auch nicht immer gute Langfilmregisseure geboren werden, zeigt sich zum Beispiel an Marcus Nispel, der die Filmwelt mit seinen unterirdischen Ergüssen immer wieder bestraft. Das Gegenbeispiel ist Mike Mills, de...