Schlagwort: Keanu Reeves

Kritik: John Wick: Kapitel 2 (US  2016)
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Kritik: John Wick: Kapitel 2 (US 2016)

Do you want a war, or do you give me a gun? Wer 2014 John Wick im Kino sah, konnte es vielleicht vernehmen. Das Geräusch eines Herzschlags, das Pochen von Keanu Reeves Karriere, die sich mit dem Actionfilm aus dem Grab zurück meldete. Überraschend war das nicht. Der Film von den Regiesseuren Daid Leitch (der nun die Deadpool-Fortsetzung inszenieren soll) und Chad Stahelski hätte gut und gerne auch direkt als DVD das Licht der Welt erblicken können, alleine von der Prämisse des Films wäre sie dort gut aufgehoben gewesen. Doch es kam – zum Glück – anders und der simple allerdings erstklassig inszenierte erste Teil durfte von den Leinwänden reflektiert werden. Damit erwachte die Erinnerung, dass Reeves nicht nur als Slacker- sondern auch als Action-Held eine gute Figur macht. Zu verdank...
Kritik: The Neon Demon (DNK, FR, USA 2016)
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Kritik: The Neon Demon (DNK, FR, USA 2016)

She's a diamond among a sea of glass. Autor: Sebastian Groß Neben Lars von Trier und Gaspar Noé gelingt es keinem anderen Arthouse-Regisseur sich so konsequent als eigene Marke zu verkaufen wie Nicolas Winding Refn. Sein neuer Film The Neon Demon polarisierte bereits vor seiner Uraufführung in Cannes die Gemüter. Als er dann endlich über die Leinwand flimmerte waren Buh-Rufe und verlassene Sitze die Folge. Anders gesagt: die Marketing-Maschine Refn hat wieder zugeschlagen. Diesmal sogar noch etwas lauter und heftiger als bei "Only God Forgives" aus dem Jahre 2013. Wer sich traut, in die Höhle des Neon Dämonen, wird also bereits wissen, dass Refn erneut einen cineastischen Trip inszeniert hat, der sich nur schwer einordnen lässt. Ist es eine Demontage der schillernden Modewelt? Ei...
Horror in High-Fashion: Erster Trailer zu The Neon Demon von Nicolas Winding Refn!
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Horror in High-Fashion: Erster Trailer zu The Neon Demon von Nicolas Winding Refn!

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=cipOTUO0CmU]   Nach zuletzt Drive (2011) und Only God Forgives (2013) kehrt Nicolas Winding Refn einmal mehr an die Croisette der Filmfestspiele von Cannes zurück. Viele Informationen sind bisher nicht über The Neon Demon durchgedrungen und auch nach den ersten bewegten Szenen ist man nicht wirklich viel schlauer, doch ist die Handschrift von Refn sofort erkennbar. Der Cast kann sich auf jeden Fall sehen lassen: Neben Elle Fanning (Ginger & Rosa) und Christina Hendricks (Jurassic World) sind unter anderem auch Keanu Reeves (John Wick), Jena Malone (Die Tribute von Panem) und die Newcomerin Abbey Lee (Mad Max: Fury Road) mit von der Partie. Ein schickes Poster gibt es ebenfalls bereits zu bewundern:
Kritik: Knock Knock (CL/US 2015)
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Kritik: Knock Knock (CL/US 2015)

It's like destiny that we were meant to meet. Do you believe in destiny, Evan? Eben noch konnte man das blutbesudelte Haupt des referenziellen Kannibalen-Reißers „The Green Inferno“ mit absolut verdientem Lob übergießen, da schiebt Eli Roth auch schon seinen nächsten Streich hinterher: „Knock Knock“. Wenn man dann in Erfahrung gebracht hat, dass es sich bei „Knock Knock“ um einen Home-Invasion-Thriller handeln soll, der ebenso Anleihen aus dem Torture-Porn-Sektor heranzieht, um daraus einen großen, psychopathologischen Geschlechterkampf zu kneten, möchte man schon vor der Sichtung des Filmes frohen Mutes proklamieren, dass Eli Roth hier seinen nächsten Volltreffer abgeliefert hat. Dem aber ist nicht so. Um ehrlich zu sein, ist „Knock Knock“ sogar das schwächste Werk, welches bisher ...
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"John Wick" (CA/CN/USA 2014) Kritik – Keanu Reeves lässt sein Waffenarsenal sprechen

Autor: Pascal Reis „People keep asking if I'm back and I haven't really had an answer, but yeah, I'm thinking I'm back.“ Vor gut drei Wochen mussten die erste herbe Enttäuschung des diesjährigen Action-Kinos hinnehmen: Olivier Megaton hat es mit „96 Hours – Taken 3“ mal wieder vermasselt und dem – angeblich – letzten Akt des EuropaCorp-Franchise einen reichlich ermatteten Deckel aufgesetzt. Aber sind wir mal ehrlich: Was soll uns das Genre in den nächsten Jahren schon noch sonderlich Großes bieten, was Gareth Evans' paralysierenden Rausch namens „The Raid 2“ in seiner unfassbaren Eigendynamik irgendwie das Wasser reichen könnte? Unser Filmsozialisation jedenfalls wurde an ihre Grenzen getrieben, um etwas Berauschendes in sich aufnehmen zu können und den neuen Standard in Sachen physisch...
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"47 Ronin" (USA 2013) Kritik – Die herrenlosen Samurai im Würgegriff Hollywoods

Autor: Pascal Reis „Rivers of blood and mountains of corpses will not stand in our way.“ Es war die manipulative Kraft der schwarzen Magie, die den geachteten Lord Asano letztlich dazu bewegen konnte, im Beisein des Shoguns Tsunayoshi das Schwert gegen seinen ewigen Kontrahenten Lord Kira zu erheben. Sein Schicksal und letzter Ausweg lautet schließlich Seppuku, der ehrenvolle, rituelle Selbstmord. Die Hexe, die Asano zu seinem Anschlag auf Kira verführte, stand natürlich selbst unter dem Kommando von Lord Kira und nachdem das Land des Asano nun ohne Herrscher auskommen muss, soll Asanos Tochter auch gleich mit Kira verheiratet werden. Die einstigen Samurai unter Asanos Wort folgen nun dem Weg der Ronin und schmieden unter der Ansage von Oishi unerlaubte Pläne, sich an Kira und seinen zah...
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"Im Auftrag des Teufels" (USA 1997) Kritik – Erfolg verführt. Ehrgeiz verblendet. Eitelkeit vernichtet. Erkenntnis kann die Hölle sein.

"Lieber in der Hölle regieren, als im Himmel zu dienen." Jeder Mensch hat vor bestimmten Dingen Angst. Seien es Spinnen, Hunde oder sonstiges Getier. Wobei sich diese Ängste eher als Phobien bezeichnen lassen und im extremsten Fall zu Panikattacken und langanhaltenden Angstzuständen führen, die die Person nicht loslassen wollen. Doch solche Phobien betreffen nicht jeden Menschen und machen nur bestimmten Personen das Leben schwer. Wenn man jedoch nach einer Sache fragt, die wirklich jedem Menschen Angst macht, dann würde man auf einen gemeinsamen Nenner bei der Aussage „Das Böse“ kommen. Aber was versteckt sich hinter diesem „Bösen?“ Sind es die Kriege, der Tod selbst oder die täglichen Verbrechen, die sich auf der ganzen Welt abspielen? Mit Sicherheit treffen diese Dinge für viele Men...
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"Street Kings" (USA 2008) Kritik – Im Sumpf aus Korruption und Genre-Alltäglichkeit

"Ihr habt Augen wie ne Halbmondsichel, zieht euch an wie weiße, redet wie schwarze und fahrt Autos wie Juden, woher soll ich also wissen, was ihr für gelbe, hundefleischfressende Charlies seid, wenn ihr es nicht wisst?!" Die Geschichte rundum korrupte, versoffene Cops die nach ihren eigenen Regeln arbeiten ist sicher nichts Neues. Unzählige Male wird sie jedes Jahr im Kino und auf DVD neuaufgerollt, mal gut, mal richtig schlecht. David Ayer inszeniert mit 'Street Kings', basierend auf dem Roman von James Ellroy, von 2008 eindeutig einen der besseren Filme dieser Art, auch wenn man irgendwie alles schon kennt. Kameramann Gabriel Beristain liefert mit 'Street Kings' düstere Hochglanzaufnahmen der stilsicheren Art. Er fängt das korrupte und äußerst brutale Polizisten-Leben in L.A. in durc...
Kritik: Matrix (USA 1999) – Willkommen in der Wüste der Wirklichkeit
Action, Kritiken, Science Fiction / Fantasy

Kritik: Matrix (USA 1999) – Willkommen in der Wüste der Wirklichkeit

Hattest du schon mal einen Traum, Neo, der dir vollkommen real schien? Was wäre, wenn du aus diesem Traum nicht mehr aufwachst... Woher würdest du wissen, was Traum ist und was Realität? Es tat gut, richtig gut, zwischen all den neuen möchte-gern-tiefgründigen Filmen nach vielen Jahren mal wieder Matrix zu sehen. Er ist geradlinig anstatt unnötig verschachtelt und bietet einen Haufen tiefsinniger Dialoge. Was diesen Film jedoch vor allen Dingen auszeichnet, ist die Inszenierung. Matrix ist ein Wunderwerk der Technik, welches den Effekten von heute, über 10 Jahre später, immer noch weit voraus ist. Ob das die um Trinity kreisende Zeitlupenkamera oder die Bulletcam ist, die visuellen Effekte waren und sind noch immer wegweisend. Aber nicht nur die Effekte an sich, sondern ebenso das b...