Schlagwort: M. Night Shyamalan

Kritik: Glass (USA 2019)
Filme, Im Kino, Kritiken, Science Fiction / Fantasy, Slider

Kritik: Glass (USA 2019)

This is not a cartoon. This is the real world. Wohl kaum jemand hätte es vor einigen Jahren noch für möglich gehalten, dass eines der neuesten Superhelden-Universen im Kino plötzlich durch den berüchtigten Autorenfilmer M. Night Shyamalan entsteht. Ein unerwarteter Twist, das ewige Markenzeichen des sympathischen Amerikaners, am Ende seines letzten Films Split sorgte jedoch für genau diese Entwicklung. War der Streifen zuvor noch ein verschrobener Psycho-Thriller, der die insgesamt 24 multiplen Persönlichkeiten der von James McAvoy mit stürmischer Wandelbarkeit verkörperten Hauptfigur als horrorartige Bedrohung in Szene setzte, wandelte sich Split durch die finale Enthüllung schlagartig zu einem Teil von etwas wesentlich Größerem. Mit dem Auftritt von David Dunn aus Shyamalans Unbreakab...
James McAvoy und seine 23 Identitäten im ersten Trailer zum neuen Shyamalan-Thriller Split
Slider, Trailer

James McAvoy und seine 23 Identitäten im ersten Trailer zum neuen Shyamalan-Thriller Split

Holy fucking Moly! Vielleicht braucht es desaströse Blockbusterversuche und den Fall vom Kinopodest. um einfach mal wieder nur Filme machen zu können. Niemand erwartet von M. Night Shyamalan noch Wunderwerke wie The Sixth Sense oder Unbreakable (sein Meisterwerk!), nicht nach all den enttäuschten Gesichtern. Schon Shyamalans letzter Film The Visit war ein kleiner fieser Horrorfilm ohne den Buzz seiner letzten Filme. Sein kommender Film Split verspricht wieder eine Genre-Sause zu werden, fernab des Drucks weder ein klassischer Shyamalan-Film, noch ein profitabler Blockbuster zu sein. James McAvoy, den wir alle noch als den faszinierenden Schauspieler erkennen müssen, der er ist, spielt darin einen Mann mit 23 Persönlichkeiten, der Teenagerinnen entführt und "großes" mit ihnen vorhat. Selb...
Kritik: After Earth (USA 2013) – Will Smith und der überforderte Kindersoldat
Abenteuer, Filme, Kritiken, Science Fiction / Fantasy

Kritik: After Earth (USA 2013) – Will Smith und der überforderte Kindersoldat

Danger is real. Fear is a choice. Im Vorfeld des ontologischen Alien-Dramas Signs machte das US-Magazin Newsweek 2003 mit einer Coverstory über Regisseur M. Night Shyamalan auf. Der Titel: "The Next Spielberg". Wie sich die Zeiten ändern. 2012 musste Newsweek nach fast 80 Jahren endgültig die Segel streichen und auch Shyamalans Nachruhm aus The Sixth Sense-Tagen ist längst verweht. Nach einigen brachialen Bruchlandungen, die von selbstbeweihräuchernd (Lady in the Water), konfus (Die Legende von Aang) bis zu ergreifend einfältig (The Happening) reichten, versucht der Anfang 40-Jährige mit After Earth nun an alte Erfolge anzuknüpfen, aber bleibt sich doch treu. Nach einer Bruchlandung finden sich der junge Kadett Kitai Raige (Jaden Smith) und sein Vater und kommandierender Offizier C...
Kritiken

"Unbreakable – Unzerbrechlich" (USA 2000) Kritik – Bruce Willis und Samuel L. Jackson im Netz der Gegensätzlichkeiten

"Wissen Sie, was das Allerschlimmste ist? Nicht zu wissen, wo man in dieser Welt hingehört. Nicht zu wissen, warum man hier ist." Wenn man sich zurück an das Jahr 1999 erinnert und die Themen wie Millennium und Weltuntergangstheorien mal konsequent beiseite lässt, um sich wirklich voll und ganz auf den filmischen Output zu konzentrieren, dann stellt man schnell fest, das 1999 ein wirklich qualitativ hochwertiges Jahr gewesen ist. Man denke dabei nur an David Finchers „Fight Club“, Paul Thomas Andersons „Magnolia“, Tim Burtons „Sleepy Hollow“ und „Matrix“ von Andy und Lana Wachowski. Allesamt werden sie heute schon als moderne Klassiker betitelt, vollkommen zu Recht, doch es gab noch einen anderen Regisseur der in diesem Jahr seinen ganz großen Durchbruch feiern konnte: Der Inder M. Nigh...
Kritiken

"Signs – Zeichen" (USA 2002) Kritik – Sind wir wirklich allein?

"Du kannst doch auch am Fernseher umschalten. - "Das hab ich schon versucht. Es läuft auf jedem Programm dasselbe." Nachdem sich M. Night Shyamalan im Jahre 1999 dank seines persönlichen Meisterwerkes „The Sixth Sense“ mit den Titeln wie „neue Filmhoffnung“ und „Regiewunderkind“ umkleiden durfte, waren die Erwartungen auf die kommenden Filme des Inders natürlich dementsprechend hoch. Shyamalan musste mit dem harten Boden der Realität in Berührung kommen und die Kritik prasselte in abzusehender Art und Weise auf ihn sein. „Unbreakable“ konnte die Klasse von „The Sixth Sense“ nicht erreichen, ein schlechter Film war es dennoch nicht, denn Shyamalan beherrscht es durchaus, seine Filme überzeugend zu inszenieren, es scheitert nur letztlich an den löchrigen Drehbüchern, ebenfalls immer von M...
Kritiken

"The Happening" (USA 2008) Kritik – Der nächste Fehltritt des M. Night Shyamalan

"Plastik. Ich rede mit einer Plastikpflanze." Was wurde M. Night Shyamalan kurz vor der Jahrhundertwende gefeiert. Wunderkind, neue Filmhoffnung und auch den Oscar sahen viele in absehbarer Zeit bei ihm auf dem Kaminsims stehen. Verständlich, denn mit 'The Sixth Sense' konnte er absolut den Atem rauben und einen inzwischen modernen Klassiker abliefern. Diese Klasse konnte der Inder danach jedoch nicht mehr erreichen und sein Ruf verlor immer mehr von seinem Glanz. Shyamalan ist inzwischen längst kein Name mehr, der für Qualität steht. 2008 stand seine Karriere dann am Scheidepunkt und nach seinem Mega-Flop 'Das Mädchen aus dem Wasser' musste ein Erfolg dringend her. 'The Happening' stand also vor der Tür und man muss es klipp und klar sagen: die großen Zeiten des M. Night Shyamalan sind...