Schlagwort: Willem Dafoe

Matt Damon bewacht die chinesische Mauer im ersten Trailer zu The Great Wall
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Matt Damon bewacht die chinesische Mauer im ersten Trailer zu The Great Wall

Krieger, die ihr Land mit Hilfe einer Mauer vor bösen Kreaturen schützen wollen. Das ist ganz grob umrissen, die Handlung von The Great Wall und nein, das ist kein Kinofilm zu Game of Thrones. Mit der großen Mauer ist hier nämlich die legendäre chinesische Mauer gemeint. Auf und um dieser kämpft Matt Damon im alten China gegen finstere Mächte. Zum Fantasyfilm wurde nun ein erster Trailer veröffentlicht (siehe unten), in dem wir einen ersten Eindruck gewinnen können. Aber auch wenn das Gezeigte bislang vielleicht nicht mehr bietet als Genre-Einerlei, so macht doch die Tatsache, dass hier niemand geringeres als Hero-Regisseur Yimou Zhang das Inszenieurngszepter in der Hand hielt, neugierig. Außerdem zählen neben Damon noch Asia-Superstar Andy Lau, Tian Jang, Pedro Pascal und Willem Dafoe ...
Kritiken

"John Wick" (CA/CN/USA 2014) Kritik – Keanu Reeves lässt sein Waffenarsenal sprechen

Autor: Pascal Reis „People keep asking if I'm back and I haven't really had an answer, but yeah, I'm thinking I'm back.“ Vor gut drei Wochen mussten die erste herbe Enttäuschung des diesjährigen Action-Kinos hinnehmen: Olivier Megaton hat es mit „96 Hours – Taken 3“ mal wieder vermasselt und dem – angeblich – letzten Akt des EuropaCorp-Franchise einen reichlich ermatteten Deckel aufgesetzt. Aber sind wir mal ehrlich: Was soll uns das Genre in den nächsten Jahren schon noch sonderlich Großes bieten, was Gareth Evans' paralysierenden Rausch namens „The Raid 2“ in seiner unfassbaren Eigendynamik irgendwie das Wasser reichen könnte? Unser Filmsozialisation jedenfalls wurde an ihre Grenzen getrieben, um etwas Berauschendes in sich aufnehmen zu können und den neuen Standard in Sachen physisch...
Filme, Heimkino, Kritiken

Kritik: A Most Wanted Man (DE, GB, US 2014)

Autor: Conrad Mildner "Not only is this man wanted, I would dare to say that he is the most wanted." Es ist der erste Film seit dem Tod Philip Seymour Hoffmans, in dem wir den Ausnahmeschauspieler als Kinogeist erleben. Anfang des letzten Jahres schrieb ich noch eine Hymne auf Hoffman. Auch mir war zu der Zeit nicht bewusst in was für einer schwierigen Lage er sich befindet. Niemand konnte wohl erahnen, dass der Familienvater und Oscar-Preisträger plötzlich durch eine Überdosis Heroin von uns gehen würde. Und auch wenn die kommende Filmen, wie „A Most Wanted Man“, Hoffmans Tod ebenso wenig vorhersehen konnten, legt sich der noch frische Totenschleier wie ein weiterer Filter über die Bilder. Seine unangepasste Erscheinung in „Die Tribute von Panem – Catching Fire“ als Plutarch Heavensbee,...
Kritiken

"Grand Budapest Hotel" (USA/DE 2014) Kritik – Wes Anderson und der verlorene Kontinent

Autor: Jan Görner „Somthing's missing. I don't know what it contains, I don't know what it represents. I don't know what it is but there are traces and shatters of it everywhere.“ Was ist nicht schon alles über Wes Anderson gesagt worden. Die einen halten den Regisseur für einen der patentesten Kinopoeten unserer Tage, einen vernarrten Cinephilen. Die anderen vermuten in ihm einen prätentiösen Blender, allzu oft will man den gebürtigen Texaner beim beherzten Griff in die filmische Mottenkiste erwischt haben. Eines jedoch hört man so gut wie nie über Anderson, nämlich dass er ein Vordenker sei. Viel zu tief wurzelt seine Attitüde, sein dandyhaftes Äußeres in einer Liebe für das Abseitige, Randständige und Anachronistische. Ähnlich geht es auch der Hauptfigur Monsieur Gustave H. (Ralph Fie...
Drama, Filme, Kritiken, Lars von Trier

Kritik: Nymphomaniac Vol. 2 (DK, FR, GB 2013)

Der einzige Unterschied zwischen mir und anderen Menschen ist vielleicht, dass ich immer mehr vom Sonnenuntergang erwartet habe. Das ist vielleicht meine einzige Sünde. Zur Kritik der ersten Teils geht es HIER. Am Ende meiner Kritik zum ersten Teil musste ich anerkennen, wie schwer es fällt einen Film zu beurteilen, der sichtlich unfertig ist und nachdem ich nun beide Teile von „Nymphomaniac“ in einem Double-Feature sehen konnte, ist das für mich auch die einzige Form wie man Lars von Triers bisher umfangreichsten Film konsumieren sollte. Die Zweiteilung scheint wirklich nur wirtschaftlichen Interessen zu folgen. Im standardisierten Kinobetrieb ist eben wenig Platz für überlange Filme. Doch darüber hinaus verdoppelt sich die Anzahl der Filme nochmal durch die unterschiedlichen Schn...
Kritiken

"Irgendwann in Mexico" (US/MX 2003) Kritik – Es war einmal in Mexico…

"Das hat mir mein Bruder beigebracht. Ich musste ihn töten." - "Ja, mit diesen netten Geschichten bin ich schon vertraut, sehr charmant." Robert Rodriquez' Liebe zum Film dürfte inzwischen allseits bekannt sein. Seine Arbeiten strotzen vor Andeutungen und Zitaten und lassen damit auch die Herzen jedes Filmfreundes höherschlagen. Wenn Rodriquez dann noch mit seinem Kumpel Quentin Tarantino zusammen arbeitet, dann kennen die beiden Fanatiker keine Grenzen mehr und liefern filmische Glanzstücke der ganz besonderen Sorte, man denke nur an die gemeinsame Grindhouse-Hommage mit "Death Proof" und "Planet Terror", wie auch "From Dusk Till Dawn" und "Sin City", wobei Tarantino bei letzterem nur eine Episode gedreht hat. Aber auch allein kann der Texaner überzeugen, wenn man mal von den Kinderfi...
Kritiken

Klassiker-Tipp der Woche "Platoon" (USA 1986) Kritik – Gefangen in der Hölle

"Wir haben nicht gegen den Feind gekämpft, wir haben gegen uns selbst gekämpft, der Feind war in uns …" Wer könnte besser über das Kriegsgeschehen, seinen Alltag und den Auswirkungen berichten, als jemand, der selber dabei gewesen ist? Niemand. Deswegen lässt sich nun auch leicht ableiten, wer denn am fähigsten wäre, einen Film über einen Krieg zu drehen, ohne sich im übertrieben Vaterlandsstolz und Verfälschungen zu verlaufen. Natürlich jemand, der das ganze Grauen mit eigenen Augen sehen und am eigenen Leib erfahren musste. Und hier stoßen wir auf den Regisseur Oliver Stone. In der Gegenwart ist mit dem einstigen Meister nicht mehr viel los und Filme wie "Wall Street 2" oder "World Trade Center", sollten am besten mit dem Schleier des ewigen Schweigens bedeckt werden. Gehen wir jedoch...
Filme, Heimkino, Kritiken

Kritik: Antichrist (DE, DK 2009)

"Wovor fürchtest dun dich im Wald?" Ein trauerndes Ehepaar zieht sich in ihre einsame Hütte, “Eden”, in den Wäldern zurück. Dort hoffen sie, ihre gebrochenen Herzen heilen und ihre kriselnde Ehe retten zu können. Aber die Natur verschafft sich ihr Recht, und die Situation kann nur schlimmer werden. --- Prolog: Natürlich schwirrten mir etliche Fragen im Hirn herum, doch eine stand über allem. "War der Skandal um Antichrist nun gerechtfertigt?" Nein, es ist sogar überaus enttäuschend wie sich das Feuilleton hier aufgespielt hat, als hätte es was zu sagen. Ich bezweifle auch, dass Lars von Trier das geplant hat. Er wusste zwar, was er dem Publikum da zumutet, aber einen Skandal braucht der Film nicht. Denkt man allein an die anderen Cannes-Skandale der letzten Jahre, wie "Trouble Every Da...
Kritik: Der blutige Pfad Gottes (USA 1999) – Kult der miesesten Sorte
Action, Filme, Kritiken

Kritik: Der blutige Pfad Gottes (USA 1999) – Kult der miesesten Sorte

Als Hirte erlaube mir, zu dienen mein Vater dir. Deine Macht reichst du uns durch deine Hand, diese verbindet uns wie ein heiliges Band. Wir waten durch ein Meer von Blut, gib uns dafür Kraft und Mut. In nomine Patris et Filii et Spiritus Sancti! Das Wort "Kult" ist schon so eingefleischt in unserem heutigen Sprachgebrauch, wie die Begrüßung am Morgen und das Verabschieden am Abend. Dabei ist jedoch nicht der religiöse Kult gemeint, sondern der Kult, der sich um eine Person, um einen Film oder irgendwelche Objekte klammert. Die Frage an dieser Stelle lautet, was einen Film überhaupt zum Kult macht? Kult wird in diesem Fall immer von Fans und Anhängern eines bestimmten Films heraufbeschworen, die sich ihren neuen Lieblingsfilm immer und immer wieder ansehen und ihn schon zu einer Art...
Filme, Heimkino, Kritiken, Retro

Kritik: eXistenZ (CA/GB 1999)

"Es macht noch mehr Spaß, wenn es sich echter als echt anfühlt." In der Zukunft sind die Designer interaktiver Spiele an der Macht. Spieler messen sich in einer VR-Welt, die von der realen Welt kaum noch zu unterscheiden ist. Eine Game-Community trifft sich in einer abgelegenen Kirche, um das neueste Spiel von Designerin Allegra Geller (Jennifer Jason Leigh) zu testen. Doch dann versucht jemand die berühmte Spieledesignerin zu töten. Sie flieht zusammen mit dem unerfahrenen Marketingpraktikanten Ted Pikul (Jude Law). Man sollte schon mal ein Videospiel gespielt haben, um den Detailreichtum in „eXistenZ“ überhaupt überblicken zu können. Cronenbergs langjährige Production Designerin Carol Spier hatte sichtlich Spaß an diesem Film und schuf bizarre Welten, Level und Räume. Jude Laws Figur...