Filmkritiken

Kritik zu „Fjord“: Jugendschutz als Kollision von Überzeugungen
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Kritik zu „Fjord“: Jugendschutz als Kollision von Überzeugungen

Kritik von Michael Gasch – gesehen im Rahmen der 79. Internationalen Filmfestspiele von Cannes. Jugendschutz als Kollision ideologischer, religiöser und kultureller Überzeugungen: Fjord von Cristian Mungio Mit 4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage gelang Cristian Mungiu 2007 ein großer Cannes-Hit, der auch die Goldene Palme für sich beanspruchen konnte. Nun ist er auf den diesjährigen Filmfestspielen wieder mit von der Partie. Sein neuer Film mit dem erst einmal unscheinbaren Titel Fjord lädt zum Nachdenken ein: Es geht um Erziehungsfragen, Moral und Kinderschutz, alles gerahmt im Setting einer norwegischen Kleinstadt. Die Gheorghius sind dabei multikulturell aufgestellt: Krankenpflegerin Lisbet (Renate Reinsve) ist Norwegerin, der christlich gläubige Luftfahrtingenieur Mihai (Sebastian Stan) ...
Kritik zu „Paper Tiger“: Was für eine Welt ist das?
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Kritik zu „Paper Tiger“: Was für eine Welt ist das?

Kritik von Michael Gasch – gesehen im Rahmen der 79. Internationalen Filmfestspiele von Cannes. Was für eine Welt ist das? - Paper Tiger von James Gray Im Werk vom amerikanischen Regisseur James Gray scheint stets ein Motiv zu schlummern: Die menschliche Existenz,  gefangen in einem Raum aus Widerständen. Sei es in The Immigrant, Die versunkene Stadt Z oder Ad Astra, stets sind es Geschichten, in denen die Narrative immer wieder zum stocken kommen. Es mag daran liegen, dass die Figuren in jenen Werken große Ziele verfolgen und dementsprechend auch große Schritte in die entferntesten Winkel der Erde oder in die Tiefen des Universums bestreiten. Nun liefert Gray auf den diesjährigen Filmfestspielen von Cannes sein neues Werk Paper Tiger ab und setzt dieses Motiv ins New York zur Zeit des...
Kritik zu „Species“: Der nächste Body-Horror-Hit aus Frankreich?
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Kritik zu „Species“: Der nächste Body-Horror-Hit aus Frankreich?

Kritik von Michael Gasch – gesehen im Rahmen der 79. Internationalen Filmfestspiele von Cannes. Der nächste Body-Horror-Hit aus Frankreich: Species von Marion Le Corroller Wer kennt es nicht: Man geht zu einer Fastfood-Kette, bestellt einen Burger und bekommt plötzlich gesagt, das Produkt sei nicht mehr verfügbar – es gab ihn nur für einen kurzen Zeitraum. Oder noch schlimmer: Es gibt diesen Burger nur im Frühstücksmenü und er kann nach 12 Uhr nicht mehr verkauft werden. Seit 33 Jahren hat sich jene Prämisse, die sich der „Der Kunde ist König“-Mentalität entgegenstellt, nicht geändert. 33 Jahre deswegen, weil 1993 die bissige Satire Falling Down – Ein ganz normaler Tag in die Kinos kam und bis heute eine der ikonischsten Filmszenen in dieser Hinsicht bietet. Während Michael Douglas al...
Kritik zu „Der Fremde“: François Ozons Neuverfilmung des Camus-Klassikers
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Kritik zu „Der Fremde“: François Ozons Neuverfilmung des Camus-Klassikers

Kritik von Michael Gasch – erstmals zu lesen am 2. September 2025, gesehen im Rahmen der 82. Filmfestspiele von Venedig 2025. Neuverfilmung des Camus-Klassikers: Der Fremde von François Ozon Der Fremde (L’Étranger), erschienen 1942, ist ein Roman des französischen Autors Albert Camus, der zu einem Eckpfeiler des Existenzialismus wurde. François Ozon (Swimming Pool, Frantz) präsentiert nun auf den diesjährigen Filmfestspielen in Venedig seine Neuverfilmung der Jahrhundertgeschichte. Im Mittelpunkt steht Meursault (Benjamin Voisin) - dessen Gleichgültigkeit zum Leben umgibt ihn wie eine unsichtbare Rüstung. Liebe, Natur, Tier, Mensch, Leben, Tod - alles ist unbedeutend in seinem Leben. Symbolisch geht es um die Absurdität des Lebens und zwei zentrale Fragen: Wie lebt man in einer sinnlos...
Kritik zu „Teenage Sex And Death At Camp Miasma“: Ein neuer Slasher-Klassiker?
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Kritik zu „Teenage Sex And Death At Camp Miasma“: Ein neuer Slasher-Klassiker?

Kritik von Michael Gasch – gesehen im Rahmen der 79. Internationalen Filmfestspiele von Cannes. Ein neuer Slasher-Klassiker: Teenage Sex and Death at Camp Miasma von Jane Schoenbrun Unter den US-amerikanischen Regisseuren des modernen Kinos gibt es zwei, die schon seit Jahren vereinzelt immer wieder durchscheinen. Programmatisch geht es in den Werken von David Robert Mitchell (It Follows, Under the Silver Lake) und Jane Schoenbrun (zuletzt I Saw the TV Glow) um etwas nicht ganz Greifbares in der menschlichen Kultur. Es ist, als würde sie irgendwie über uns stehen – gemeint ist symbolisch die gesamte globalisierte Welt, wird sie doch am meisten von amerikanischer Soft Power geprägt. Nicht etwa ein Produkt des Menschen ist sie, sondern eine eigene und pulsierende Entität, welche von eine...
„The Electric Kiss“: Kritik zum Cannes-Eröffnungsfilm
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„The Electric Kiss“: Kritik zum Cannes-Eröffnungsfilm

Kritik von Michael Gasch – gesehen im Rahmen der 79. Internationalen Filmfestspiele von Cannes. Eine sehenswerte Reise in die Belle Époque: The Electric Kiss von Pierre Salvadori Eigentlich startet The Electric Kiss (La Vénus électrique) zu Beginn recht verworren. Der vom Tod seiner Frau traumatisierte Maler Antoine (Pio Marmaï) stößt auf dem Jahrmarkt voller aufregender Schausteller und Illusionisten auf die „Elektrifizierte Venus“ Suzanne (Anaïs Demoustier), die den Schaulustigen mit ihrer elektrisierenden Performance für ein paar Sekunden dem Atem raubt. Eine Verwechslung später findet sie sich als selbstinszeniertes Medium in dem großen Anwesen des Malers wider. Fortan soll sie eine Verbindung mit seiner verstorbenen Frau namens Irène (Vimala Pons) herstellen. Gleichermaßen gelangt...
Kritik zu „Therapie für Wikinger“: Mads Mikkelsen als John-Lennon-liebender Sonderling
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Kritik zu „Therapie für Wikinger“: Mads Mikkelsen als John-Lennon-liebender Sonderling

Kritik von Michael Gasch – erstmals zu lesen am 30. August 2025, gesehen im Rahmen der 82. Filmfestspiele von Venedig 2025. Mads Mikkelsen als John-Lennon-liebender Sonderling: Therapie für Wikinger von Anders Thomas Jensen Anders Thomas Jensen (Helden der Wahrscheinlichkeit und zuletzt King’s Land) präsentiert auf den diesjährigen Filmfestspielen von Venedig sein neuestes Werk Therapie für Wikinger. Es mag wie ein Wikingerfilm klingen - und dies wäre nach dem Historiendrama King’s Land gar nicht so abwegig - jedoch handelt es sich um ein modernes Familiendrama über männliche Vergangenheitsbewältigung. Auch wenn die Risse in der menschlichen Seele offengelegt werden und es düster wird - ganz im Geiste Jensen - gab es bis dato keinen anderen Film auf dem Filmfestival, der so viel Geläch...
Filmtrailer-Ticker: Alle Highlights auf einen Blick
Aktuelle Filmnews, Demnächst im Kino, Trailer

Filmtrailer-Ticker: Alle Highlights auf einen Blick

💡 Hier findest du alle aktuellen Filmtrailer der Woche – von großen Blockbustern bis zu Indie-Perlen. Speichere diese Seite gerne als Lesezeichen – neue Trailer erscheinen hier fast täglich! 🎬 (Letztes Update: 08.05.2026) Mai 2026 📽️ Erster Trailer zu Bruno Dumonts Red Rocks (Kinostart unbekannt) 📽️ Erster Trailer zu Christopher Nolans The Odyssey mit Matt Damon und Robert Pattison (Kinostart 16. Juli) 📽️ Erster Trailer zu Evil Dead Burn (Kinostart 9. Juli) 📽️ Erster Trailer zu Zack Creggers Resident Evil (Kinostart 17. September) April 2026 📽️ Erster Trailer zu Power Ballad - Der Song meines Lebens mit Paul Rudd (Kinostart 25. Juni) 📽️ Teaser Trailer zu Evil Dead Burn (Kinostart 9. Juli) 📽️ Erster Trailer zum Cannes-Eröffnungsfilm La Vénus électrique mit Pio ...
Kritik zu „Land der schwarzen Sonne“: erstmals auf Blu-ray
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Kritik zu „Land der schwarzen Sonne“: erstmals auf Blu-ray

Kritik von Marc Trappendreher Expedition ins Innere: Land der Schwarzen Sonne von Bob Rafelson Mit dem Blu-ray-Release von Bob Rafelsons Land der schwarzen Sonne (Mountains of the Moon, USA 1990) durch Camera Obscura erfährt ein Film seine längst überfällige Wiederentdeckung, ein Film, der sich stets quer zu den Erwartungen seines Genres stellte und das Abenteuergenre gleichsam von innen heraus dekonstruiert. Im Zentrum stehen zwei reale Figuren der britischen Entdeckungsgeschichte: Sir Richard Francis Burton und John Hanning Speke. Mitte des 19. Jahrhunderts brechen sie auf, um die Quelle des Nils zu finden – ein Unterfangen, das nicht nur geographisch, sondern auch menschlich in unbekanntes Terrain führt. Schon früh wird deutlich, dass Land der schwarzen Sonne weniger an d...
Kritik zu „Manche mögen’s heiß“: Billy Wilders ikonische Komödie in 4K
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Kritik zu „Manche mögen’s heiß“: Billy Wilders ikonische Komödie in 4K

Kritik von Marc Trappendreher Masken, Begehren und ein Koffer voller Illusionen – Billy Wilders flirrender Komödien-Klassiker der Identitäten Manche mögen's heiß erstmals in Deutschland in 4K Ein Zug schneidet durch die Nacht, als würde er nicht nur Raum, sondern Wirklichkeiten durchqueren. Hinter den Fenstern flackert Licht, Stimmen überschlagen sich, Gelächter mischt sich mit Nervosität – und irgendwo zwischen Kofferstapeln, Federn und falschen Wimpern beginnt sich eine Ordnung aufzulösen, die eben noch unverrückbar schien. Manche mögen's heiß (Some Like It Hot) ist ein Film in Bewegung: eine rasende Flucht, die sich unmerklich in eine Reise ins Ungewisse verwandelt – dorthin, wo Identitäten nicht mehr feststehen, sondern ausprobiert werden. Die Handlung setzt im Chicago d...