Schlagwort: Tom Hanks

Kritik: Sully (USA 2016)
Filme, Kritiken

Kritik: Sully (USA 2016)

I've had 40 years in the air but in the end, I'm going to be judged by 208 seconds. Es ist ein Bild, welches um die Welt ging und später von den Medien zum Wunder vom Hudson erhoben wurde: Ein Passierflugzeug treibt dort im Wellengang des Hudson Rivers. Menschen sammeln sich auf den Tragflächen des Luftfahrzeugs. Die eigentliche Tragödie wurde in ein Mirakel aufgelöst, denn: Dass eine Notwasserung, wie sie Captain Chelsey Sullenbeger infolge eines Vogelschlags, der beide Triebwerke außer Kraft setzte, am 15. Januar 2009 erfolgreich umsetzte, noch unwahrscheinlicher als ein Absturz ist, zeigt die hypothetische Unvorstellbarkeit dieses Landemanövers doch eigentlich ganz wunderbar auf. Der Tod der 155 Insassen des Airbus A320-214 wäre, bleibt man theoretischen Parametern treu, beschlossene...
Kritik: Inferno (USA 2016)
Filme, Kritiken

Kritik: Inferno (USA 2016)

Humanity is the disease, Inferno is the cure. Das kam zusammen, was zusammen gehört: Ron Howard, erfolgreicher Hollywood-Regisseur von Gefälligkeitsware wie A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn oder Rush – Alles für den Sieg inszenierte mit dem wohl niemals negativ behafteten Tom Hanks die Verfilmung eines der erfolgreichsten Bücher der letzten Jahre. Als 2006  Sakrileg – The DaVinci Code in die Kinos kam löste der Film einen rigorosen Boom aus. Überall ging es um Verschwörungen, Illuminaten, Freimaurer und die Geheimnisse der Kirche. Ein Trend der sich einige Zeit hielt und erneut aufkochte, als die Fortsetzung Illuminati (eigentlich ein Prequel) über die Leinwände flimmerte. Da verwunderte es schon, dass die nächste Dan Brown-Verfilmung stolze acht Jahre auf sich warten ließ. Doc...
Kritik: Ein Hologramm für den König (D, USA 2016)
Filme, Kritiken

Kritik: Ein Hologramm für den König (D, USA 2016)

I've lost direction, I think. Tom Tykwer hat für sein jüngstes Projekt in der Romanvorlage "Ein Hologramm für den König", geschrieben vom derzeitigen In-Autor Dave Eggers, einen Stoff gewählt, der sich konsequent einer konventionellen Handlung und somit eigentlich auch einer Verfilmung verweigert. Die Geschichte eines amerikanischen Geschäftsmannes, der nach Saudi-Arabien reist, um dort den Deal seines Lebens zu verhandeln, hätte ja durchaus genügend Hollywood-Potential. Doch Eggers schlägt, wie man es bereits von ihm gewohnt ist, eine andere Route ein und zieht seinen Helden durch eine Reihe an demütigenden Begegnungen und Missgeschicken. Getrieben von Selbsthass und gebeutelt von Angst und Sorge, erweist sich dieser Held in seiner Rolle als vermeintlicher Botschafter des Westens, ...
Kritiken

"Saving Mr. Banks" (GB/AU/USA 2013) Kritik – Walt Disney hält seine Versprechen

Autor: Pascal Reis "You think Mary Poppins is saving the children, Mr. Disney?" Dass man seine Versprechen nicht brechen darf, wusste auch schon der große Walt Disney, als er seinen Töchtern bereits in den 1940er Jahren versprach, eine Verfilmung ihres Lieblingsbuches „Mary Poppins“ in die Wege zu leiten. Der Zeichentrickmogul allerdings hat seine Rechnung ohne die Engstirnigkeit der Autorin P.L. Travers gemacht, die sich nach langwierigen Verhandlungen erst im Jahre 1961 nach Hollywood begibt und eine ganz und gar vorlagengetreue Adaption erwartet: Nur mit großem Widerwillen kann sie sich damit arrangieren, dass aus ihrer „Mary Poppins“ eine Musicalinterpretation werden soll, doch bei jeder weiteren winzigen Abweichungen können sich Walt Disney und seine Crew um Drehbuchautor Don DaG...
Die Abspanner, Podcasts

Die Abspanner #2 – "Captain Phillips", "Computer Chess" & "Dressed To Kill"

Autor: Conrad Mildner In Folge 2 unseres Filmpodcasts sprechen Jan und Conrad zusammen mit Florian Feick (CinemaForever, Das Manifest) über den neuen Paul-Greengrass-Film "Captain Phillips" mit Tom Hanks in der Hauptrolle. Außerdem widmen sie sich dem aktuellen Film von Mumblecore-Ikone Andrew Bujalski "Computer Chess" und als Hausaufgabe steht dieses mal Brian De Palmas Erotik-Thriller "Dressed to Kill" auf dem Programm. Viel Vergnügen!Inhalt: 0:00:00 - Einleitung 0:03:36 - "Captain Phillips" und das Genre des Doku-Dramas 0:36:11 - "Computer Chess" oder die Frage nach künstlicher Intelligenz 1:06:10 - Die Hausaufgabe: "Dressed To Kill"PODCAST HÖREN!DIE ABSPANNER als RSS-FeedDie ABSPANNER bei iTunes
Festivals, Specials

57. Londoner BFI Filmfestival – 1. Recap: "Captain Phillips", "Grand Central" und "Like Father, like Son"

Autor: Conrad Mildner Gestern startete das 57. Londoner BFI Filmfestival und ich bin dieses mal ganz nah mit dabei. Jedenfalls so nah, dass ich möglichst viele Filme zu Gesicht bekomme, worüber ich in den kommenden Tagen berichten kann. Als erstes gab es, wer hätte es gedacht, den Eröffnungsfilm zu sehen. „Captain Phillips“ von Paul Greengrass Der gefeierte Regisseur von „Das Bourne Ultimatum“ meldet sich mit einem Doku-Fiction-Hybriden in der Tradition seiner früheren Filme „Flug 93“ und „Sunday, Bloody Sunday“ zurück und hofft wohl insgeheim die herbe Enttäuschung über sein letztes Werk „The Green Zone“ wett zu machen. Eine Enttäuschung ist „Captain Phillips“ definitiv nicht. Der Film stellt einen Überfall somalischer Piraten auf ein amerikanisches Containerschiff im Jahre 2009 dar....
Kritik: Der Soldat James Ryan (USA 1998) – Steven Spielberg im Kampf um Ehre und Mut
Kriegsfilm, Kritiken

Kritik: Der Soldat James Ryan (USA 1998) – Steven Spielberg im Kampf um Ehre und Mut

What I mean by that, sir, is if you was to put me and this here sniper rifle anywhere up to and including one mile from Adolf Hitler... with a clean line of sight... Pack your bags, fellas. War's over. Amen. Normandie, Omaha Beach, 6. Juni 1944: Die Invasion der Amerikaner gegen die deutschen Truppen. Nach einem unerbittlichen Strandkampf bekommt die kleine Soldatentruppe rundum John Miller (Tom Hanks) den brisanten Sonderauftrag den Gefreiten James Ryan hinter den feindlichen Linien zu finden und zu retten, denn dessen drei Brüder sind allesamt auf dem Schlachtfeld ums Leben gekommen. Eine nicht nur gefährliche Aufgabe, sondern auch eine beinahe Unlösbare, mitten im Herz der Finsternis. Die acht Männer ziehen los und versuchen zu verstehen, wieso sie alle ihr Leben für einen einzigen S...
Filme, Heimkino, Kritiken

Kritik: Cloud Atlas (DE, HK, SG, US 2012)

Autor: Conrad Mildner ...from womb to tomb, our lives are not our own... Wenn man bedenkt, dass „Cloud Atlas“ die bisher teuerste, deutsche Co-Produktion aller Zeiten ist, so war ich verwundert darüber wie unbekannt der Film selbst in filmaffinen Kreisen ist. Irgendwie läuft da etwas mit dem Marketing falsch. Man sieht zwar hier und da ein Poster oder einen Trailer, aber sobald man nur „Cloud Atlas“ sagt, weiß kaum einer worum es geht. Dabei hat solch ein megalomanisches Projekt diese Aufmerksamkeit nicht nur nötig, sondern auch verdient, denn wenn Deutschland mal nach Hollywood schielt, dann kommt meistens nur Schrott wie die „Resident Evil“-Reihe heraus. Die schwer fassbaren Stoffe, die überlangen Drehbücher, die haushohen Ambitionen sucht man hier ja ziemlich vergeblich. So überrasch...
Kritiken

"Der Krieg des Charlie Wilson" (USA 2007) Kritik – Tom Hanks unterstützt Afghanistan

"Welche Strategie verfolgen Sie in Afghanistan?" - "Streng genommen gar keine, aber wir arbeiten daran." Polit-Kino ist an einem Punkt angekommen, der die Zuschauermasse nicht mehr wirklich tangiert. Die Themen sind zu trocken inszeniert, die Schauspieler nicht ansprechend genug und allgemein bekommt man doch alles in den Nachrichten erzählt, was man über die politischen Probleme in aller Welt wissen sollte. Das könnte man durchaus so sehen, aber erstens wäre das eine viel zu oberflächliche Sichtweise und zweitens auch die vollkommen falsche, denn wenn man sich mit einem Thema wirklich beschäftigten will, braucht es schon etwas mehr, als die alltäglichen Nachrichten zu verfolgen und danach wieder den Kopf auf Durchzug zu schalten. Dokumentationen sind natürlich auch immer hilfreich, Ges...
Kritiken

"Cast Away" (USA 2000) Kritik – Tom Hanks und sein einsamer Überlebenskampf

"Seht euch nur mein Werk an! Ich habe Feuer gemacht!" Regisseur Robert Zemeckis dürfte nicht nur Cineasten und Kritikern ein Begriff sein, sondern auch geradem dem Unterhaltungspublikum bekannt, denn die meisten seiner Filme, zielen doch direkt in den klaren Mainstreambereich, was aber an dieser Stelle nun nicht abwertend oder bösartig gemeint sein soll. Das fing schon mit seinem großen Einstieg in die Filmgeschichte an, der Zemeckis mit dem Abenteuerfilm 'Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten' mit Michael Douglas und Kathleen Turner 1984 gut gelang. Und auch seine weitere Karriere lässt sich weiterhin gut lesen und ist mit Filmen wie 'Zurück in die Zukunft', den zwei Fortsetzungen, 'Falsches Spiel mit Roger Rabbit', 'Der Tod steht ihr gut' und 'Contact' stark bestückt. Seinen richtige...
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